Meinungen

Die Woche der Ehepaare in Stein vom 4. bis 24. Februar 2018 (Pressemeldung)

Die Woche der Ehepaare in Stein vom 4. bis 24. Februar 2018

Stein. Zu einem kleinen Jubiläum laden die Veranstalter der „MarriageWeek“ ein: Schon zum zehnten Mal findet in Deutschland und auch in Stein die Woche der Ehepaare statt. Dabei ist hervorzuheben, dass es sehr bald schon über alle Konfessionen hinweg das gemeinsame Ziel der unterschiedlichen Gemeinden (Initiatoren sind aus Landeskirchlichen Gemeinschaften und Kirchengemeinden) ist: Die Ehe zu stärken und zu fördern.

Ob eine gemeinsame Unternehmung, ein Gottesdienst oder ein Schlemmerfrühstück – es geht um die Beziehung. Die Woche der Ehepaare möchte hier Angebote machen, in die Ehebeziehung zu investieren. Wer in Bewegung kommen will, ist zum Tanz eingeladen. Wer einfach nur Zuhören möchte, darf sich bei der Lesung in der Stadtbücherei zurücklehnen. Erstmalig ist das Angebot von Annette Lösel-Cabuk dabei, sich um die Füße zu kümmern, um die eigenen und die des Partners. Wein und Schokolade an einem Freitag Abend klingt nach einem „verzaubernden Seminar“. Und neben Gottesdiensten auch was typisches für Mann und Frau: „Grillen und Talken“ oder „Outdoor alternativ zur Sofa-Lounge“ oder… - kurz gesagt: „Men on Fire – Ladies on Ice“.

Man darf gespannt sein und sich bitte rechtzeitig anmelden, da die Angebote teils begrenzt sind oder zumindest kalkulieren müssen. Die Ansprechpartner und info-Mail-Adressen sind in der nachstehenden Übersicht zu finden oder unter diesen Homepages:

www.marriageweek-mittelfranken.de (das Gesamtprogramm als pdf)  undwww.marriage-week.de (Suche nach Postleitzahl/Ort). Das Programmheft liegt an vielen öffentlichen Institutionen auch aus.

Die Schirmherrschaft der MarriageWeek 2018 in Deutschland hat das das Schauspielerehepaar Samuel & Sarah Koch (bekannt aus Wetten dass..?) übernommen.

Darüber hinaus ist in den umliegenden Orten wie Roßtal, Schwabach, Heilsbronn und Neuendettelsau, Fürth, Erlangen und natürlich in Nürnberg ein breit gefächertes Angebot.

 

Die Ehe ist (auch) Männersache! Artikel in der Zeitschrift Adam online

„Wie läuft‘s in eurer Ehe?“ – Bei vielen Paare kümmert sich die Frau mehr um die Beziehungspflege als der Mann – und ihr macht es häufig auch mehr aus, wenn sie Unstimmigkeiten im Miteinander wahrnimmt. Dass es richtig gut läuft, dafür tragen selbstverständlich auch die Männer Verantwortung. Einen Beitrag dazu leistet die MarriageWeek in den Tagen vor dem Valentinstag (14. Februar). Sie ist eine fantastische Gelegenheit für Ehemänner und -frauen, ihre Gemeinschaft zu feiern und auf ein neues Level zu heben.

Im vergangenen Jahr haben über 20.000 Teilnehmer mitgemacht bei Candle-Light-Dinner, Tanzabenden, Impulsreferaten, Workshops oder Kulturveranstaltungen. Die „Woche der Ehepaare“ ist ein wundervoller Anlass, gemeinsam als Ehepaar etwas Besonderes zu unternehmen – und die Initiative darf dabei ruhig vom Mann ausgehen.

Gibt es in Ihrer Nähe eine Veranstaltung? Das erfahren Sie über die Internetseite www.marriageweek.de. Mit der komfortablen SuchfunkKon lassen sich zielsicher Events im gesamten Bundesgebiet aufspüren. Die Seite bietet darüber hinaus viele Anregungen für eine gelingende Ehe.

Das Schauspielerpaar Samuel und Sarah Elena Koch übernimmt die Schirmherrschaft für die MarriageWeek 2018. „Wir unterstützen die Marriage Week, weil dort die Ehe gefeiert wird und Paare wertvolle Impulse bekommen, damit der Bund fürs Leben hält“, schreiben die beiden in einem Statement. Das Ehepaar Koch hat 2016 geheiratet und nennt die Ehe „etwas Großartiges“. Ihre Überzeugung: „Wer seine Liebe vor Zeugen bestätigt, hebt sie auf eine höhere Ebene.“ Wenn Ehepaare unterstützt und motiviert würden, helfe das den Einzelnen „und ist ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft.“

Frühere Schirmherren waren u. a. der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Philip Kiril Prinz von Preußen. Koordiniert wird die MarriageWeek in Deutschland von einem unabhängigen, überkonfessionellen Trägerverein. Vorsitzender ist Siegbert Lehmpfuhl (Rangsdorf bei Berlin).

Die Idee der MarriageWeek stammt aus England. Dort wurde sie vom Ehepaar Richard und Maria Kane 1996 ins Leben gerufen. Seitdem haben sich immer mehr Länder dieser Woche für Ehepaare vor dem Valentinstag angeschlossen, Deutschland im Jahr 2009. Aus der britischen Initiative ist eine weltweite Bewegung entstanden, die bereits in 20 Ländern aktiv ist. Bis zum Jahr 2021 sollen es 75 Nationen sein.

Marcus Mockler

Grußwort Marriage-Week Die Woche der Ehepaare 2018 Veronika Bellmann MdB

Wenn wir uns heute Gedanken über die Ehe machen, dann sollte man auch einen Blick auf den Beginn und Ursprung für die Entscheidung zu einem Leben in Partnerschaft wagen. Wir müssen über die Liebe sprechen. Der deutsche Dichter und Journalist Matthias Claudius (1740  – 1815) hat in seiner volksliedartigen Lyrik die Liebe und ihre ursprüngliche Strahlkraft bildhaft eingefangen, wenn er schreibt:

 Die Liebe

 Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel,

Und dringt durch alles sich;

Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,

Und schlägt sie ewiglich.

 

Hier spürt man etwas von jener besonderen Kraft, die alles erreichen kann, die sich nicht aufhalten lässt und die schon immer war und immer sein wird, solange es Menschen auf der Welt gibt. Schon der Akt der Schöpfung war getragen von der Liebe Gottes zu den Menschen. Nicht umsonst hat der deutsche Papst Benedikt XVI. deshalb auch sein erstes päpstliches Lehrschreiben mit dem Titel „Gott ist die Liebe“ (Deus Caritas est) versehen und dort darauf hingewiesen, dass das Wort Liebe heute sehr häufig gebraucht und auch oft missbraucht wird, denn wir sprechen heute von Liebe zum Beruf, von Vaterlandsliebe, von Liebe zum Verein etc. Der Papst erinnert uns aber daran: „In dieser ganzen Bedeutungsvielfalt erscheint aber doch die Liebe zwischen Mann und Frau, in der Leib und Seele untrennbar zusammenspielen und dem Menschen eine Verheißung des Glücks aufgeht, die unwiderstehlich scheint, als der Urtypus von Liebe schlechthin, neben dem auf den ersten Blick alle anderen Arten von Liebe verblassen.“

 Ja, gegenüber der Liebe zwischen Mann und Frau verblasst auch heute noch alles und deshalb ist der Wunsch immer noch so tief verwurzelt, den Partner für das Leben zu finden, mit dem man dann das Urgeheimnis der Schöpfung, die Weitergabe des Lichts in eine neue Generation ansteuern will. Schon hier wird deutlich, dass Ehe und Familie eben nicht beliebige Orte und Worte sind, mit deren Bedeutung und Wert man spielerisch umgehen kann. Insofern wird es sicherlich auch niemanden wundern, dass ein Ja zur Frage „Ehe für alle“ für mich nicht in Frage kam. Liebe kann es überall geben, aber erst durch die Verbindung von Mann und Frau in der Eheschließung mit dem Wunsch auf Weitergabe der Liebe Gottes in Gestalt neuen Lebens in die Zukunft, sehe ich Ehe und Familie verwirklicht. 

 Wenn wir heute uns das gewaltige Angebot von Partneragenturen, Liebes-, Flirt- und Partnerschaftsportalen ansehen, ahnt man, wie es um die Sehnsucht nach Liebe und erfüllter Partnerschaft bestellt sein muss. Und dieser Wunsch ist so tief verhaftet, obwohl fast jeder von uns schon persönlich oder im Freundes- und Bekanntenkreis traurige Erfahrungen von enttäuschter Liebe erleben konnte. Häufig ist heute der absolute Anspruch an die Liebe und die Realität im späteren Eheleben der Grund für Trennungen. Ein Blick in das Hohe Lied der Liebe (1. Korinther 13) könnte dabei für Christen und Liebende ohne Bekenntnis ein guter Berater sein. Dort heißt es: „ Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.“ Die Liebe ist ein fordernder Prozess, sie beginnt in jugendlichem, ja kindlichem Übermut und sie hofft und glaubt alles. Wenn sie dann an Grenzen stößt und man durch eine langfristige Bindung nicht auseinander rennt, erst dann entwickelt die Liebe ihre volle Energie und tiefere Bedeutung. Wichtig ist es dabei sich auch selbst zu spiegeln. Häufig scheitern Ehen an der Frage, was das Gegenüber falsch macht, ohne dabei sich selber richtig zu hinterfragen. Die Offenbarung der ganzen Schönheit der Liebe liegt am Ende und nicht am aufwühlenden Anfang. 

 Sehen wir hinaus auf unsere reiche und entwickelte Welt, dann sieht man in Ehe und Familie nicht nur die Keimzelle der Gesellschaft, sondern einen Hort der Liebe. Wenn wir uns Glaube, Hoffnung und Liebe bewahren, wird das Sakrament der Ehe nicht untergehen. Mein Aufruf auch nach über 37 Jahren Ehe lautet: Traut Euch – es lohnt sich!

Für die Marriage-Week 2018 wünsche ich Ihnen und Ihrer Organisation gutes Gelingen und Gottes reichen Segen. In der Hoffnung, dass ich Sie und Ihre Organisation bei der Gestaltung der Marriage-Week 2018 tatkräftig unterstützen konnte, verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Veronika Bellmann MdB

Grusswort des Bayerischen Staatsministers des Innern, für Bau und Verkehr zur MarriageWeek 2018

Liebe Eheleute, liebe Liebenden, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Marriage Week 2018!

Erfreulicherweise ist die Zahl der Ehescheidungen in Bayern seit 2011 kontinuierlich gesunken und zwar um über 10 %! Doch trotz dieses positiven Trends scheiterten im Freistaat auch im vergangenen Jahr noch immer über 24.000 Ehen. Besonders schlimm ist dabei, dass bei der Hälfte der geschiedenen Ehen auch minderjährige Kinder im Spiel waren. Fast 19.000 wurden 2016 zu „Scheidungskindern“.

Diese Zahlen belegen auf traurige Weise, wie schwierig es ist, das Eheversprechen dauerhaft in die Zeit und den Alltag zu übersetzen. Denn trotz der anfänglichen Verliebtheit gibt es in der Ehe keine Garantie auf ein Gelingen. Vielmehr binden sich zwei Menschen in ihren künftigen Entwicklungen schicksalhaft aneinander. Diesen Entschluss tatsächlich durch alle Höhen und Tiefen zu tragen, die einem das Leben zumutet, stellt eine große Herausforderung dar. Auch auf das Leben zu zweit lässt sich Salomos Urteil „Ob du stark bist, zeigt sich erst in der Not.“ übertragen.

Es gilt, im Miteinander die Balance zu halten und in enger Koordination zu bleiben. Man muss sich immer wieder auf den Partner mit all seinen Stärken, aber auch Ecken und Kanten einlassen, zueinanderstehen, aufeinander achten und die Beziehung mit Leben füllen. Denn die Ehe ist eine fortwährende Schule in der Kunst des Liebens und kein lebloses Verharren im Status quo. Wie eine Pflanze bedarf sie der regelmäßigen Pflege, damit sie nicht verkümmert. Dabei ist es nicht immer einfach, sich täglich mit dem Partner auseinanderzusetzen, auf ihn Rücksicht zu nehmen, Kompromisse zu finden und den Graben des Egoismus zu überwinden.

Die Marriage Week unterstützt in Erlangen Paare bereits zum 10. Mal dabei, diese Herausforderungen im Ehealltag anzunehmen. Auch in diesem Jahr widmet sie sich wieder mit phantasievollen Aktionen einer gelingenden Ehe und setzt sich dafür ein, den Wert der Ehe in der Gesellschaft zu stärken. Dafür danke ich den Veranstaltern und Organisatoren aufs Herzlichste. Denn eine gesunde Ehe ist das Fundament der Familie und damit die Keimzelle unserer Gesellschaft. Auf dass die MarriageWeek 2018 wieder von zahlreichen Paaren besucht wird und ihnen wertvolle Impulse für ihr Leben Seite an Seite gibt!

Joachim Herrmann
Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr Mitglied des Bayerischen Landtags

ZDF-Intendant Schirmherr für 1. MarriageWeek 2009

Prof. Markus Schächter, seit 2002 Intendant des ZDF, und seine Frau Veronika waren die ersten Schirmherren der deutschen MarriageWeek 2009. Schächter betonte, dass er sich freue, dass neben den vielen Nachrichten über Trennungen und gescheiterte Beziehungen mit der Marriage Week das Gelingen von Ehe in den Focus gerückt werde.
Die MarriageWeek ist eine bundesweite Themen- und Aktionswoche zum Thema Ehe und Partnerschaft vom 07. bis 14. Februar 2009 und endet mit dem Valentinstag. Ziel der Initiative ist es, Ehepaaren eine Plattform für gemeinsames Engagement zu bieten und Ideen und Gelegenheiten zu schaffen, Zeit und Kreativität in die Partnerschaft zu investieren. Initiator der MarriageWeek ist der englische Unternehmer Richard Kane, in Deutschland wird sie 2009 erstmals von einem breiten Netzwerk aus Organisationen und Bildungseinrichtungen veranstaltet. Beteiligt sind dabei nicht nur Partner aus Handel, Gastronomie, Kirchen und Kommunen, sondern auch Medien, Bildungseinrichtungen und Vertreter aus der Politik.