Pressespiegel

Geduld – die Alltagsform der Liebe

AM .

erschienen am 10.02.2017 auf jesus.ch

Ehe lässt sich mit einem Garten vergleichen. Je mehr Zeit, Kraft, Kreativität und Liebe wir investieren, desto schöner wird er werden. Nicht alles, was wir uns wünschen, gedeiht auf Anhieb und manche schöne Pflanze wird erst nach und nach ihre ganze Schönheit entfalten. Wer zu früh «die Hacke hinwirft», steht in Gefahr, die Ernte zu verpassen.

«Das Gras wächst nicht schneller, wenn Du daran ziehst», sagt der Volksmund. Gesundes Wachstum erfordert Zeiten des Wartens und des Reifen-Lassens und regelmässiges Unkrautzupfen verhindert, dass die Liebe von Schmarotzerpflanzen überwuchert und erstickt wird.

Ein lauschiger Ehe-Garten wird nicht aus dem Boden gestampft

Auch die Ehe kennt Wetterwechsel und Jahreszeiten. Tage voller Wärme wechseln sich ab mit stürmischen, nasskalten Zeiten, in denen alles zu stagnieren scheint. Doch sogar unter dem Frost warten Blüten auf den warmen Wind, der neues Leben weckt. Ehe ist auf ein ganzes Leben angelegt, weil wir unendlich viel Zeit brauchen, um zu entdecken, was wir aneinander haben und zu werden, was wir miteinander sein sollen. Ein lauschiger Ehe-Garten wird nicht in einer kurzen Aktion «aus dem Boden gestampft», sondern entfaltet mit jedem Jahr mehr Fülle und Schönheit. Oder, wie Hans Medle es formuliert: «Geduld ist die Alltagsform der Liebe.»

Zur Autorin

Regula Lehmann ist Familienfachfrau, Elterncoach, Autorin, und Mitarbeiterin für Familienprojekte bei der Stiftung Zukunft CH.

EHE IST KEIN SELBSTLÄUFER - Grosser Ehe-Service in Windisch

AM 13. FEBRUAR 2017.
erschienen 13.02.2017 auf jesus.ch

Wer verheiratet ist, lebt gesünder und länger – das zeigen Studien. Aber eine glückliche und langjährige Ehe ist kein Selbstläufer. Die Evangelisch-methodistische Kirche Windisch-Brugg gestaltet deshalb erstmals eine Woche für Ehepaare.

Zwar wissen wohl alle der rund 40'000 Paare, die in der Schweiz pro Jahr heiraten, dass die Ehe kein Selbstläufer ist. Wer heiratet, nimmt sich in der Regel vor, in seine Beziehung zu investieren und die Ehe zu pflegen. Aber wie macht man das? Die EMK Windisch- Brugg veranstaltet zum ersten Mal eine MarriageWeek.

Nicht nur das Auto pflegen

«Wir bieten Angebote für Paare, denen es gut geht in der Ehe, und die dafür sorgen wollen, dass das auch so bleibt. Ich bin überzeugt: So wie ein Auto regelmässig einen Service braucht, so will auch die Ehe regelmässig gepflegt und wertgeschätzt werden», sagt Ursula Staub. Sie ist Mit-Initiantin dieser Ehewoche.

Pfarrer Ruedi Stähli ergänzt: «Es ist klar: In jeder Ehe kriselt es zwischendurch. Die Ehe-Woche möchte darum Impulse geben, wie man das einmal im verliebten Zustand gegebene Eheversprechen auch längerfristig erhalten kann, und zwar mit Freude!»

Start und Höhepunkt der MarriageWeek ist ein kulinarischer Abend in der Bossartschüür Windisch. Zu zweit wird man dort Leckerbissen in Form eines reichhaltigen Tapas-Tellers geniessen können und in Interviews von den Highlights und Stolpersteinen dreier Ehepaare hören. Ebenfalls stehen ein Filmabend und ein Gottesdienst zum Thema «Ja, ich will – immer noch!» auf dem Programm. Alle Angebote können einzeln besucht werden.

In die Gesellschaft hineinwirken

Auf der Suche nach Möglichkeiten, positiv in die Gesellschaft hineinzuwirken, sei man auf die weltweit stattfindende MarriageWeek gestossen, erklärt EMK-Pfarrer Ruedi Stähli. Ursula Staub ergänzt: «Wir haben schon viele positive Rückmeldungen zur Idee der MarriageWeek erhalten und deshalb ist bei uns die Vorfreude gross auf die Abende und den besonderen Gottesdienst.» Auch Ruedi Stähli ist gespannt: «Ich merke selber, dass ich in meine bisher sechsjährige Ehe investieren muss, wenn sie langfristig frisch bleiben und Spass machen soll. Ich hoffe, dass sich viele von diesem Gedanken anstecken lassen und in den sogenannten 'guten Zeiten' in ihre Ehe investieren und sich etwas Gutes gönnen werden.»

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