Pressespiegel

EHE IST KEIN SELBSTLÄUFER - Grosser Ehe-Service in Windisch

AM 13. FEBRUAR 2017.
erschienen 13.02.2017 auf jesus.ch

Wer verheiratet ist, lebt gesünder und länger – das zeigen Studien. Aber eine glückliche und langjährige Ehe ist kein Selbstläufer. Die Evangelisch-methodistische Kirche Windisch-Brugg gestaltet deshalb erstmals eine Woche für Ehepaare.

Zwar wissen wohl alle der rund 40'000 Paare, die in der Schweiz pro Jahr heiraten, dass die Ehe kein Selbstläufer ist. Wer heiratet, nimmt sich in der Regel vor, in seine Beziehung zu investieren und die Ehe zu pflegen. Aber wie macht man das? Die EMK Windisch- Brugg veranstaltet zum ersten Mal eine MarriageWeek.

Nicht nur das Auto pflegen

«Wir bieten Angebote für Paare, denen es gut geht in der Ehe, und die dafür sorgen wollen, dass das auch so bleibt. Ich bin überzeugt: So wie ein Auto regelmässig einen Service braucht, so will auch die Ehe regelmässig gepflegt und wertgeschätzt werden», sagt Ursula Staub. Sie ist Mit-Initiantin dieser Ehewoche.

Pfarrer Ruedi Stähli ergänzt: «Es ist klar: In jeder Ehe kriselt es zwischendurch. Die Ehe-Woche möchte darum Impulse geben, wie man das einmal im verliebten Zustand gegebene Eheversprechen auch längerfristig erhalten kann, und zwar mit Freude!»

Start und Höhepunkt der MarriageWeek ist ein kulinarischer Abend in der Bossartschüür Windisch. Zu zweit wird man dort Leckerbissen in Form eines reichhaltigen Tapas-Tellers geniessen können und in Interviews von den Highlights und Stolpersteinen dreier Ehepaare hören. Ebenfalls stehen ein Filmabend und ein Gottesdienst zum Thema «Ja, ich will – immer noch!» auf dem Programm. Alle Angebote können einzeln besucht werden.

In die Gesellschaft hineinwirken

Auf der Suche nach Möglichkeiten, positiv in die Gesellschaft hineinzuwirken, sei man auf die weltweit stattfindende MarriageWeek gestossen, erklärt EMK-Pfarrer Ruedi Stähli. Ursula Staub ergänzt: «Wir haben schon viele positive Rückmeldungen zur Idee der MarriageWeek erhalten und deshalb ist bei uns die Vorfreude gross auf die Abende und den besonderen Gottesdienst.» Auch Ruedi Stähli ist gespannt: «Ich merke selber, dass ich in meine bisher sechsjährige Ehe investieren muss, wenn sie langfristig frisch bleiben und Spass machen soll. Ich hoffe, dass sich viele von diesem Gedanken anstecken lassen und in den sogenannten 'guten Zeiten' in ihre Ehe investieren und sich etwas Gutes gönnen werden.»

Ehejubilare treffen sich in Hainichens Ratssaal - Gellertstadt beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an der "Marriage Week"

AM 14. FEBRUAR 2017.
erschienen am 14.02.2017 in der Freien Presse

Hainichen. Paare, die ihr Ehejubiläum feiern möchten, können sich heute - direkt am Valentinstag - im Ratssaal des Hainichener Rathauses zur "Marriage Week" treffen. Denn die Stadt hat sich auch in diesem Jahr entschlossen, bei der seit 1996 stattfindenden "Woche der Ehepaare" mit zu machen. "Ziel der ,Marriage Week' ist es, den Wert der Ehe in der Gesellschaft zu stärken, das Fest der Ehe zu feiern und an das Eheversprechen zu erinnern", teilt die Stadtverwaltung mit. Angesprochen sind Paare, die vor 25, 30, 40, 50, 55, 60 oder sogar noch mehr Jahren aus Liebe die Ehe geschlossen haben. "Diese ist Partnerschaft, Intim-, Wohn- und Lebensgemeinschaft, zumeist Elternschaft, aber auch Wirtschaftsgemeinschaft. Die Ehe realisiert die edelste Form des menschlichen Umgangs miteinander und soll auch in Hainichen dementsprechend gewürdigt werden", heißt es aus dem Rathaus. Eine schriftliche Einladung hätten nur Ehepaare erhalten, die im städtischen Melderegister mit ihren Standesamtsdaten vermerkt sind. Da es sicherlich noch weitaus mehr Jubelpaare gebe, die nicht erfasst sind, seien auch sie - falls sie in diesem Jahr ein derartiges Jubiläum feiern - zu einem Sektempfang mit Kulturprogramm in den Hainichener Rathaussaal eingeladen. Die Gäste erwartet ein buntes Programm mit einem Roland-Kaiser-Double und einer Pianistin sowie weiteren Überraschungen. Der Eintritt für diese rund 90-minütige Veranstaltung ist frei. Um eine Spende von 10 Euro pro Paar wird zur Deckung der entstehenden Unkosten gebeten. Darüber hinaus gewährt die Stadt Hainichen in der Woche vom 7. bis 14. Februar 2017 beim Besuch des Gellert-Museums und der Lehrschwimmhalle einem Ehepartner kostenlosen Zutritt, sofern das Ehepaar gemeinsam diese Einrichtung besucht. (ule)

«Sagen Sie Ja!»

AM 09. FEBRUAR 2017.
erschienen am 09.02.2017 auf jesus.ch

Nicht nur vor dem Traualtar ist es gefragt, dieses grosse «Ja», das die Welt zusammenhält. Ich lebe davon, dass mein Ehepartner täglich neu «Ja» sagt zu mir.
Vertrauensvoll, waghalsig und trotz allen Hochs und Tiefs, die wir auf unserem gemeinsamen Weg zusammen erlebt haben. Ich zähle darauf, dass er an meiner Seite bleibt, obwohl ich manchmal fast nicht zum Aushalten bin und jedes Jahr, das wir zusammen erleben, deutliche Spuren an Gesicht und Körper hinterlässt. Wo kämen wir hin ohne dieses «Ja», das den Boden für vertrauensvolle Beziehungen legt und ein Netz knüpfen, das uns trägt?

In Eiszeiten nicht vergessen, dass es den Frühling gibt

Ich zähle auf dieses «Ja», das «alles hofft, alles glaubt und allem standhält», wie es im biblischen Hohelied der Liebe heisst. Oder, wie der Musiker Albert Frey es im Lied «Anker in der Zeit» ausdrückt: «Es gibt bedingungslose Liebe, die alles trägt und nie vergeht. Und unerschütterliche Hoffnung, die jeden Test der Zeit besteht.»

Auf diesem «Ja», das Gegenwind aushält, Stürme überdauert und in Eiszeiten nicht vergisst, dass es den Frühling gibt, steht unser gemeinsames Leben. «In guten wie in schlechten Tagen», so haben wir es einander bei unserer Hochzeit versprochen und uns dabei auf eine Liebe berufen, die grösser ist als die unsere. Weil diese göttliche Liebe Bestand hat, wagen wir es, auch und gerade als Ehepaar, immer wieder neu. «Ja, ich will, mit Gottes Hilfe.»

Zur Autorin

Regula Lehmann ist Familienfachfrau, Elterncoach, Autorin, und Mitarbeiterin für Familienprojekte bei der Stiftung Zukunft CH.

«Liebe nicht deinen Nächsten, sondern deinen Jetzigen»

AM 08. FEBRUAR 2017.
erschienen am 08.02.2017 auf jesus.ch

«Man weiss selten, was Glück ist, aber man weiss meistens, was Glück war», bringt die bekannte Schriftstellerin Francoise Sagan auf den Punkt, woran viele Beziehungen leiden. Was uns zum Eheglück fehlt, ist in der Regel nicht der richtige Partner.

Nein, was uns zum Eheglück fehlt, ist nicht der richtige Partner, sondern die richtige Einstellung zu dem Partner, den wir gewählt haben!

Den Blick aufs Richtige richten

Bewusst entdecken zu wollen, wie viel uns durch den anderen geschenkt wird, sorgt für eheliche Klimaerwärmung und bereichert unser Miteinander. Zu lieben, was wir am anderen haben, statt vom perfekten Gegenüber zu träumen, das wir niemals treffen werden, ist der einzig funktionierende Weg, um als Paar glücklich zu sein und es jeden Tag mehr zu werden.

Die Versuchung, nur auf das zu schauen, was uns fehlt, ist so alt wie die Menschheit und nimmt ihren Anfang im Paradies. Statt sich an den vielen erlaubten Bäumen zu freuen und satt zu essen, griffen Adam und Eva nach der einen verbotenen Frucht. Was Glück war, wussten sie, sobald sie den ersten Bissen gekostet hatten. Misstrauen und die Angst, zu kurz zu kommen, schaden gelingenden Beziehungen wie kaum etwas anderes.

Kleine Zeichen der Wertschätzung

Heute ist der richtige Tag, um unserem Ehepartner etwas Gutes zu tun oder ihm dafür zu danken, dass er an unserer Seite ist. Ihr oder ihm einen Brief aufs Kopfkissen zu legen, einen wertschätzenden Kosenamen zu erfinden oder seinen Lieblingssnack heimlich ins Gepäck zu schmuggeln. Heute ist der perfekte Tag für einen Spaziergang im Regen, einen gemütlichen Kinoabend oder ein Glas Wein vor dem Kamin. Heute ist der Anfang vieler glücklicher Tage und Jahre. Vergessen Sie Ihren Nächsten, lieben Sie Ihren Jetzigen!

Freie Rednerin für den Start in die Ehe

AM 07. FEBRUAR 2017.
erchienen am 07.02.2017 auf (Neue Westfälische) nw.de

Höxter/Neuenheerse. Eine Woche für Ehepaare beginnt an diesem Dienstag in Höxter. In der Marriage-Week wird das Thema Ehe bis zum Valentinstag von vielen Seiten beleuchtet. Am Anfang der Lebensgemeinschaft steht die Hochzeit.

Dabei müssen die Paare heutzutage nach dem Standesamt nicht mehr unbedingt vor den Traualtar treten, um den Bund fürs Leben zu schließen. Im Kreis Höxter bieten beispielsweise die Theologen Leona und Thomas Richartz aus Neuenheerse als freie Redner Trauungszeremonien an.

Die Gründe, warum sich Paare für eine freie Trauung entscheiden, seien vielfältig, berichtet Leona Richartz. Das könne beispielsweise der Austritt eines Partners aus der Kirche, die Hochzeit nach einer Scheidung oder auch die Gleichgeschlechtlichkeit sein. „Viele Paare möchten darüber hinaus auch aus den gewohnten Konventionen ausbrechen", sagt Leona Richartz.

Manchmal sei gerade für junge Paare der Schritt zur freien Trauung allerdings nicht leicht. Denn es komme häufiger vor, dass die Familie eine kirchliche Trauung bevorzuge und sich gegen andere Wege sperre. Dabei sei es wichtig, den Tag nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Anders als bei kirchlichen Trauungen sei das Besondere an freien Eheschließungen, dass sie in ihrer Form völlig offen sind.

90 Prozent der Paare wünschen sich eine Hochzeit in der Natur

„Sie kann sowohl religiöse als auch philosophische oder einfach romantische Hintergründe haben." Allerdings, so berichtet die Theologin, gestalten viele Paare den Ablauf eng an den aus der Kirche bekannten Zeremonien. Das Ja-Wort darf nie fehlen.
Das wird bei freien Trauungen übrigens häufig unter freiem Himmel gesprochen. „90 Prozent der Paare wünschen sich eine Hochzeit in der Natur", berichtet Richartz. Das Wetter spiele allerdings nicht immer mit. Beliebte Orte zum Heiraten seien beispielsweise der Gräfliche Park, das Weidenpalais in Rheder oder das Schloss in Gehrden.

Auch wenn der Trend vor etwa 15 Jahren aus den USA nach Europa und zunächst in die Großstädte schwappte, oberflächlich seien die freien Trauungen hier in der Region keinesfalls, sagt die Neuenheerserin, die seit 2009 diese Feste anbietet. Im Gegenteil – die heiratswilligen Paare nehmen die Zeremonien sehr ernst.

Besonders deutlich werde dies an dem Trauversprechen, das sich die Partner gegenseitig zusprechen und meist frei formulieren. „Es ist beeindruckend, wie viele Gedanken sich die Paare machen. Wir hören manchmal wundervolle Gelübde, die auch mich rühren", sagt die Rednerin.

Überhaupt müssen die Paare bei frei gestalteten Hochzeiten intensiv mitarbeiten, weil es den vorgegebenen Ritus nicht gibt. Deshalb gibt es zwei intensive Vorgespräche, die, so sagt Richartz schmunzelnd, manchmal auch einen Hauch von Ehe-Therapie hätten. Denn ihr sei wichtig, dass die Eheleute diesen Schritt ganz bewusst gehen. Wunschtermine sollten heiratswillige Paare frühzeitig buchen – die ersten Termine für 2018 seien bereits vergeben.

Vom Staat anerkannt sind die freien Trauungen allerdings ebenso wenig wie kirchliche Hochzeiten, weshalb sie rein rechtlich nicht den Weg zum Standesamt ersetzen können.

Neben freien Trauungen werden bei Leona und Thomas Richartz auch sogenannte Wiederholungsfeiern nachgefragt, ähnlich der Silbernen und Goldenen Hochzeit. Das Interesse an solchen Zeremonien bestehe quer durch die Bevölkerung. Oft kommen Paare, die eine schwierige Lebenssituation wie eine überstandene Krebserkrankung hinter sich haben und den neuen Lebensabschnitt feiern möchten, berichtet Richartz.

Programm

Die Marriage-Week in Höxter bietet ein vielfältiges Programm. Folgende Angebote können ohne Anmeldung genutzt werden:
„Gemeinsam planen" lautet das Oberthema eines Vortrags am Mittwoch, 8. Februar, um 19 Uhr in der Volkshochschule Höxter-Marienmünster in Höxter, wo Rechtsanwalt Rolf Winklmair zum Thema „Rechtliche Fragen rund um die Ehe" sprechen wird.

"Gemeinsam innehalten" lautet das Motto einer Pilgerwanderung für Paare am Sonntag, 12. Februar, von 14 bis 17 Uhr. Treffpunkt ist am Besucherforum der Abtei Marienmünster. Gewandert wird in den Waldgebieten rund um die Abtei. Dabei gibt es Gesprächsimpulse und Möglichkeiten zum Innehalten.

„Gemeinsam beschenken lassen" können sich Paare am Dienstag, 14. Februar, um 19 Uhr in der Kilianikirche, wo ein ökumenischer Segnungsgottesdienst für Liebende zum Valentinstag angeboten wird.

Auch der HLC Höxter beteiligt sich: Fitness-Kurse für Paare stehen auf dem Programm. Eine Kursstunde kostet zehn Euro pro Paar.

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